Im Rahmen der Initiative Purple Flag – for a better night out werden – vergleichbar mit der Blauen Flagge fĂĽr Strände – Stadtquartiere ausgezeichnet, die sich gemäß bestimmter Anforderungen insbesondere um Sicherheitsaspekte im lokalen Nachtleben und der night-time economy kĂĽmmern.
»Purple Flag is a new accreditation scheme that recognises excellence in the management of town and city centres at night. Entertainment areas that achieve the standard will be those that offer a better night out to visitors. Purple Flag aims to raise standards and improve the quality of our towns and cities at night.«
Die purple flag soll nicht nur Marketingzwecken, sondern auch als eine Art Management-Tool fĂĽr die lokalen Verantwortlichen dienen. Besondere Bedeutung im Anforderungskatalog kommt den Themenkomplexen Sicherheit und Alkohol(-miĂźbrauch) zu.
Die Initative zeigt beispielhaft die Bedeutung und Dominanz dieser Themenfelder im Diskurs um die night-time economy in GroĂźbritannien.
Trotz zweifelhafter und befremdlich restriktiver/restriktiv klingender Beurteilungsmaßstäbe, verfolgt die Initiative jedoch interessante Ansätze und Systematiken bei der quartiersbezogene Analyse nächtlicher Aktivitäten im Zusammenhang mit Nachtleben und Nachtökonomie.
Purple Flag ist eine Initiative der Association of Town Centre Management – ein englischer Verband fĂĽr Stadtmarketing und Stadt- und Quartiersmanagement, der sich auch generell mit der Thematik beschäftigt (s. Artikel »Night-Time Economy Diskurs #1«). UnterstĂĽtzt wird das Projekt durch das britische Innenministerium (Home Office) und durch ein Unternehmen der Alkoholindustrie, welches sich auch im Rahmen des Kopenhagener Initiative »TRYG DEN AF« engagiert.
Bewerben können sich ganze Städte, Stadtquartiere oder einzelne Straßenzüge mit Nutzungsschwerpunkt Nachtleben. Bisher ausgezeichnet wurden vor allem Quartiere in größeren Städten wir Birmingham, Halifax und Manchster. Die Auszeichnung erfolgt über eine Selbstbewerbung seitens der Städte, die mit Kosten verbunden ist.
Die Homepage der Initiative umfasst einige weiterfĂĽhrende Reports, Guidelines und facts sheets ĂĽber die bereits ausgezeichneten Orte.